Nukleare Entsorgung und Rückbau

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Frank Charlier

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  Nukleare Entsorgung und Rückbau Urheberrecht: NET

Jahrzehnte trugen Kernkraftwerke zur Energieerzeugung in Deutschland bei. Nach dem Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I im Jahr 2011 wurde in der 13. Novelle des Atomgesetzes die Beendigung der Nutzung der Kernenergie zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität in Deutschland festgelegt. Acht Kernkraftwerken wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung die Berechtigung zum Leistungsbetrieb entzogen. Die neun übrigen Kernkraftwerke werden bis 2022 schrittweise abgeschaltet.

Beim Betrieb von Kernkraftwerken als auch bei deren Rückbau fallen radioaktive Abfälle an. Die Behandlung und Entsorgung dieser Abfälle ist eine wichtige und zentrale Aufgabe, der sich das NET und insbesondere die Arbeitsgruppe Nukleare Entsorgung und Rückbau angenommen hat.

Neben dem Schwerpunkt „Rückbau kerntechnischer Anlagen“ ist eine weitere langfristige Aufgabe die sichere Endlagerung der radioaktiven Abfälle. So müssen zum Beispiel wärmeentwickelnde Abfälle – abgebrannte Brennelemente – für eine Million Jahre von der Biosphäre abgeschlossen werden.

Standortauswahl- und Vergleichskriterien für mögliche Endlagerstandorte in Deutschland werden derzeit von der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe erarbeitet, der Professor Thomauske angehört.